Okt 5, 2017

Diät auf Autopilot – Wie man seine Ernährung ohne Anstrengung verbessert

 

Menschliches Verhalten wird stark durch die Umgebung beeinflusst. 

Diese Erkenntnis möchte ich nutzen, um anstrengenden Diäten ein Ende zu setzen und dir einfache Tricks zu geben, mit denen du schnell Resultate erzielst.

Stell dir vor, du würdest keine Süßigkeiten oder andere kalorienreiche Lebensmittel oder Gerichte mehr essen. Stell dir vor du würdest stattdessen hauptsächlich Gemüse und andere kalorienarme Lebensmittel zu dir nehmen.

Das würde selbstverständlich dazu führen, dass du gesünder bist und im Alltag und Sport mehr Energie hast. Aber leichter gesagt als getan, richtig?

Es kann in der Tat sehr leicht sein, wenn man den Einfluss von Umgebung auf menschliches Verhalten versteht.

Hier sind ein paar Methoden, die du umsetzen kannst:

 

Hausputz

 

Ich habe es bei mir selber schon über Jahre hinweg beobachtet. Wenn ich zuhause bin und Heißhunger habe, renne ich in die Speisekammer und hole mir was Süßes.

Das ist auch oft ausgelöst durch bestimmte Verhaltensweisen. Zum Beispiel direkt nach dem Abend oder Mittagessen finde ich mich dabei wieder, fast schon automatisch zur Speisekammer zu gehen. Ein anderer Auslöser ist auch Stress und Energiemangel.

Nach meiner Dosis Schokolade bin ich zwar kurzzeitig durch einen Insulinausstoß energetisiert, aber habe dann auch wieder einen Crash, der mich müde macht.

Was ich auch bei mir und Freunden beobachtet habe: Wenn Cookies auf dem Schreibtisch oder in nächster Nähe liegen, werden sie schnell aufgegessen. Selbst wenn man eigentlich keinen Hunger hat. Die Umgebung gewinnt fast immer.

Der offensichtliche Präventivschlag ist es sämtliche unvorteilhafte Lebensmittel aus der Speisekammer zu entfernen und zu ersetzen. Kühlschränke können auch verführerisch sein.

 

 

„Ja aber… dann bin ich hungrig und fühle mich gezwungen widerwillig eine Karotte zu essen, obwohl ich viel lieber einen Cookie hätte. Und hin und wieder will ich mir schon einen gönnen“.

Das Faszinierende ist, dass das Bedürfnis nach Süßem drastisch reduziert ist, wenn es einfach nicht auf dem Menü steht. Man muss auch kaum mehr daran denken, und es würde nichts bringen, da die Option schlichtweg nicht vorhanden ist.

Das ist eine dieser Sachen, die man erst erkennt, wenn man es selbst erlebt.

Aber es ist auch evolutions-psychologisch nachvollziehbar. Wenn Essen zur Verfügung steht hat man instinktiv den Drang es zu verwerten bevor es faul wird. Denn es könnte jederzeit eine nahrungslose Periode bevorstehen.

Das Ziel ist es also, alles in der Macht stehende zu tun, um den eigenen Lebensmittelvorrat zu optimieren. Auch wenn das bedeutet, dass man die Mitbewohner dazu bringt ihre Cookies zu verstecken oder die Kontrolle über die Einkaufsliste an sich zu reißen.

 

Außerhalb der eigenen vier Wände

 

Aber was macht man, wenn man wie gewohnt, in der Mittagspause, mit den Kollegen zur Cafeteria oder zum naheliegenden Restaurant geht? Oder wenn einer schreit: „Wer mog a Lebakassemme?“ (= „möchte jemand Brötchen mit Leberkäse?“). Das ist schon schwerer, aber auch hier muss man sich der Umgebung nicht geschlagen geben. Zunächst sollte man sich informieren, welche Möglichkeiten in der Nähe bestehen, an gutes und gesundes Essen zu gelangen. Vielleicht kann man sich auch Lieferservices zu Nutze machen.

Dann sollte man sich ein Repertoire an schnellen Gerichten zulegen, die sich gut transportieren lassen.

Fast schon betrügerisch effektiv sind hierbei Smoothies. Sie haben kaum Zubereitung Aufwand und sind eine gute Möglichkeit eine große Menge an Gemüse in seine Ernährung aufzunehmen. Wenn man ganz ambitioniert ist, braucht man nichtmal die Arbeit unterbrechen, um sie zu konsumieren. Und sie können sehr lecker sein. 

 

 

Wer nach dem Lesen dieses Artikels nichts anderes macht, als Süßes aus dem Haushalt zu verbannen und häufig Smoothies zu trinken hat schon gewonnen.

 

Kleine grüne Teller

 

Hast du dich schon einmal gefragt, wie „All You Can Eat“-Restaurants profitabel sein können, wenn fast jeder Kunde sich vornimmt auf seine Kosten zu kommen?

Hast du auch festgestellt, dass die bereitgestellten Teller dort meist relativ klein sind?

Diese Restaurants wissen, wie stark sich die sogenannte Delboeuf Illusion auswirkt:

 

 

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Delboeuf_illusion.svg

Es gibt zu diesem Thema auch Studien.

Zum Beispiel wurden bei einer Studie bei einem Fitness-Camp unterschiedlich große Schüsseln verteilt und beobachtet, dass Camper mit größeren Schüsseln im Durchschnitt 16% mehr Müsli gegessen haben. ( http://www.fasebj.org/cgi/content/meeting_abstract/20/4/A618-c ).

Die Farbe der Teller spielt auch eine beachtliche Rolle.

Bei einer Studie hat man 60 Probanden Pasta auf weißen und roten Teller angeboten. Entweder mit weißer Alfredo Soße oder roter Tomatensoße. Man hat herausgefunden, dass die Probanden mit übereinstimmenden Saucen- und Tellerfarben 30% mehr konsumiert haben. ( https://academic.oup.com/jcr/article/39/2/215/1795747/Plate-Size-and-Color-Suggestibility-The-Delboeuf ). Das zeigt, dass uns der Kontrast zwischen Teller und Essen unbewusst beeinflusst. Wenn ich mir eine ideale Tellerfarbe aussuchen könnte, wäre es grün. Grün steht in Kontrast mit den meisten Lebensmitteln und es würde uns anregen mehr Brokkoli oder Spinat zu servieren.

Menschen sind Gewohnheitstiere. Und seine Essensgewohnheiten zu überschreiben ist kein leichtes Vorhaben. Der Grund, dass die meisten Diäten scheitern ist nicht, dass wir uns dabei für die falschen Lebensmittel entscheiden. Sondern dass die Umstellung nicht langfristig Bestand hält.

Der intelligentere Weg ist es sein Essensverhalten zu manipulieren, indem man seine Umgebung umgestaltet. Bestimmte Auslöser wie die Farbe & Größe der Teller oder eine Inventur und Umgestaltung des Kühlschranks haben mehr Einfluss auf uns, als wir uns eingestehen möchten.

In diesem Artikel habe ich ein paar Methoden dargelegt, mit denen man mit möglichst geringem Aufwand und langzeitigen Erfolg seine Ernährung verbessern kann.

Doch was ist, wenn man einen Schritt weiter gehen möchte, um noch schneller Resultate zu bekommen? Oder wenn man das Ziel hat, die sportliche Leistung zu erhöhen?

Man muss heutzutage nicht mehr an das Extrem gehen und mühselig Kalorien zählen. Das schaffen nur die Wenigsten mit purer Willenskraft und werden es auch nicht langfristig durchsetzen können.

Genau dafür haben wir cal entwickelt.

cal kümmert sich für dich um all den Planungsaufwand, der Athleten Zeit raubt und Ernährungsberatern den Job schwer macht. Und was übrig bleibt, ist ein auf dich zugeschnittener flexibler Ernährungsplan sowie eine Einkaufsliste.

Wir wollen nicht verheimlichen, dass es einen gewissen Aufwand mit sich bringt mit cal seine Ernährung zu perfektionieren. Wie bei jedem anderen Ernährungsplan gibt es viel zu Kochen.

Jedoch wird auch dieser Aufwand in Zukunft drastisch reduziert, indem Nutzer mit dem kommenden Vorkochen-Feature ihre Kochzeit auf ein Minimum bringen können.

Wir bei cal sind der Meinung, dass sich das Kochen auf jeden Fall lohnt.

 

 

Hier kannst du gerne mehr über die Vorteile von cal lesen:

Was cal besonders macht

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